Acrobat August 2017 Update erschienen

Adobe hat geplannte Updates für Acrobat DC und Acrobat 2017 veröffentlicht. Es gibt wieder zwei unterschiedliche Updater:

Das Update kann auch über das Acrobat-Menü Hilfe > Nach Updates suchen… installiert werden.

Von den neuen Funktionen sind einige wiederum nur in der Abo-Version verfügbar. Allerdings gibt es m.E. keine interessanten Neuerungen für Anwender in der Druckproduktion in diesem Update.

Allerdings wurde ein lästiger Fehler behoben, der seit Beginn in Acrobat DC drin war: Die Einstellung des Überfüllungsschlüssels kann nun wieder wie gewohnt in den erweiterten Dokumenteinstellungen vorgenommen werden!

Nach dem Update waren auf meinem Rechner die Werkzeuge für die Seitensteuerung verschwunden (Auswahlwerkzeug, Hand, Verkleinern, Vergrössern, Zoomwert, Fensterbreite, Fenstergröße, Lesemodus). Über das Menü Anzeige > Ein-/Ausblenden > Seitensteuerung > Seitensteuerung anzeigen können diese wieder aktiviert werden.  Falls das nicht gelingt, hilft ein Rücksetzen der Werkzeugleisten. Allerdings müssen dann alle Anpassungen an der Werkzeugleiste nochmals durchgeführt werden. (Tipp: Vor dem Rücksetzen einen Screenshot der alten Werkzeugleiste machen!)


PDF 2.0 (ISO-Standard 32000-2)
ist (endlich) veröffentlicht!

Nach 9 Jahren (harter) Arbeit hat die ISO PDF 2.0 als ISO Standard 32000-2:2017 veröffentlicht. Es ist dies die erste PDF-Spezifikation, die komplett durch die ISO-Arbeitgruppe, bestehend aus über dreissig PDF-Experten aus der ganzen Welt, erarbeitet wurde. ISO 32000-1:2008 war im wesentlichen ein Übernahme von PDF 1.7 von Adobe. PDF 2.0 ist eher eine Evolution als eine Revolution. Es wurde grossen Wert auf Kompatibilität zu älteren PDF-Versionen gelegt.

Sieben Kapitel der 971 Seiten umfassenden Spezifikation wurden komplett neu geschrieben (z.B. Transparenz, Tagged PDF). Es ging dabei nicht darum, neue Funktionen einzuführen, sondern um Unklarheiten und Fehler aus älteren Spezifikationen zu beseitigen.

Neben anderen neuen Funktionen gibt es auch einige Neuerungen für digitale Druckvorlagen:

  • Parameter zum Aktivieren der Tiefenkompensierung (Black-Point Compensation) auf Objektbasis. Damit können voraussagbare Farbkonvertierungen definiert werden.
  • Ausgabebedingung pro Seite (optional). Z.B. Coated für die Umschlag-Seiten und Uncoated für die Inhalts-Seiten in der gleichen PDF-Datei.
  • Verwendung von spektralen Daten für Sonderfarben (mit CxF/X-4).
  • Definition der Farbreihenfolge im Druck (z.B. für Bogenoffset).
  • Erweiterte Rasterfunktionen (Ursprung, Punktform).

Da die meisten dieser neuen Funktionen den Bereich Farbe betreffen, ist PDF 2.0 auch ein Thema in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis.


Was ist ein SmartLink?

Einer der Nachteile von DeviceLink-Profilen (DVL) besteht darin, dass man für jede unterschiedliche Kombination aus Quelle und Ziel ein separates DeviceLink-Profil benötigt. Dies kann schnell zu einer grossen Anzahl von DeviceLink-Profilen führen, die man in einem Betrieb benötigt, vor allem wenn mehrere Druckverfahren zum Einsatz kommen.

Das SmartLink-Modul von ZePrA von ColorLogic sorgt hier für Abhilfe. Anstatt auf vorberechnete DeviceLink-Profile zurückzugreifen, berechnet SmartLink die benötigten DVL-Profile automatisch on-the-fly aus ICC-Quell- und -Zielprofil.

Dies wird unter anderem ein Thema meines neuen Seminars PDF Color Management in der Praxis sein, das ich zur Zeit vorbereite. Die nächsten Seminartermine findet man in der Terminübersicht.


Alwan ColorHub Version 6 ist verfügbar

Der französische Color Management Spezialist Alwan hat die Version 6 seines Farbservers ColorHub freigegeben. Die neue Version bringt u.a. folgende neue Funktionen:

  • Datei-Vergleichsfunktion (Original vs. konvertierte Datei)
  • Kontrolle des Schwarz-Anteils
  • DeltaE-Anzeige bei Sonderfarben-Konvertierung
  • Email-Benachrichtigung, wenn ein Eingangsordner nicht verfügbar ist
  • Adobe PDF Library APDFL15.0.4PlusP2b
  • Support für die Ghent PDF Output Suite 5.0
  • Verbesserte Farbkonvertierung bei CMYK-Anteilen von als DeviceN definierten Objekten
  • Optimierte Farb-Bibliothek

Neues Seminar stösst auf grosses Interesse

Mein neues Seminar PDF Color Management in der Praxis stösst auf grosses Interesse. Für die Première am 31. August in Olten musste ich in einen grösseren Saal wechseln, damit alle Interessenten Platz finden. Aus diesem Grund gibt auch noch einige wenige frei Plätze an diesem Termin.

Das neue Seminar findet in diesem Jahr an folgenden Orten statt:

Im nächsten Jahr wird es noch weitere Seminar-Termine geben.


Neun Gründe für Preflight

Die Ghent Workgroup (GWG) hat ein interessantes Poster veröffentlicht:

Auf der Vorderseite wird die GWG vorgestellt. Auf der Rückseite sind neun Gründe für einen Preflight aufgeführt (erarbeitet von der belgischen VIGC). Jeder Punkt ist mit einem Beispiel illustriert.

Man kann mit dieser Seite überprüfen, wie bestimmte PDF-Definitionen in unterschiedlichen Anzeigeprogrammen (Acrobat/Reader, Apple Vorschau, etc.) und Ausgabegeräten (Drucker, Proofer, Belichter) dargestellt werden.

Ausserdem sollte man das PDF mit einem Preflight-Werkzeug prüfen, um auch die unsichtbaren Probleme zu entdecken. Dazu eigenen sich die Preflight-Profile GWG2012 oder GWG2015 (enthalten in Acrobat DC Pro, Callas pdfToolbox und Enfocus PitStop Pro) und natürlich die Preflight-Profile für Acrobat Pro von PDFX-ready.


Neue cloudbasierte PDF-Datenprüfung und -Korrektur für Web2Print-Shops

Die T.HE Consulting bietet in Zusammenarbeit mit der Calibrate Workflow Consulting das Online-Portal mypreflight.cloud an. Die Zielgruppe für diesen kostenpflichtigen Service (EUR399/Monat für max. 200 Jobs/Tag) sind (kleinere) Web2Print-Shops, die über keinen eigenen integrierten PDF-Preflight verfügen. Die Lösung lässt sich über XML an jeden Webshop anbinden.

Neben PDF-Preflight (gesteuert über die XML-Jobinformationen) macht der Dienst auch ausführliche PDF-Korrekturen (z.B. Anpassung unterschiedlicher Seitengrössen, Überdrucken, Einbettung fehlender Fonts, Reduktion des Gesamtfarbauftrags, Hinzufügen von Beschnitt). Gegen Aufpreis wird auch die Erzeugung von Nutzen und Sammelformen angeboten.

Das Konzept vom Online-Preflight in der Cloud, die wir auch in den PDFX-ready Online Tools umgesetzt haben, zieht also weitere Kreise…


Ist die JPEG2000-Kompression
für PDF-Druckvorlagen geeignet?

Für die neuen PDFX-ready-Exporteinstellungen V2.5 für PDF/X-4 CMYK+RGB aus Adobe InDesign haben wir in der Technikgruppe von PDFX-ready untersucht, ob eine Umstellung der Kompressionsmethode vom bisherigen JPEG auf das neuere JPEG2000 sinnvoll wäre.

JPEG2000 verwendet eine komplett andere Kompressionstechnik (diskrete Wavelet-Transformation) als das alte JPEG (diskrete Kosinus-Transformation). Die neue Technologie verspricht generell eine bessere Qualität bei kleineren Dateien. Bei JPEG2000 kann man auch Bilder mit mehr als 8bit pro Farbkanal und mit bis zu 256 Farbkanälen verwenden. Das tönt vielversprechend…

Wir wussten von Tests bei der Ghent Workgroup, dass nicht alle PDF-Viewer (v.a. auf mobilen Geräten) PDFs mit JPEG2000 dekomprimieren können. Bei anderen PDF-Viewern (u.a. Acrobat/Reader) erfolgt der Bildaufbau einiges langsamer.

Aber wir wollten wissen, ob wir JPEG2000-Kompression für Druckvorlagen empfehlen können. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Praxistest mit einem Kalender mit hochauflösenden Bildern in verschiedenen Farbräumen (Device-CMYK, ICC-CMYK, ICC-RGB) durchzuführen. Peter Kleinheider hat die Ausgabe-Tests mit zwei verschiedenen RIPs und ich habe die Export-Tests mit Adobe InDesign CC2017 gemacht.

Beim Vergleich der Ergebnisse haben wir einige Überraschungen erlebt!

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Barcode-Prüfung in PDF-Dateien
mit ChkBarcode von CSci

Der Hamburger Softwareentwickler CSci hat ChkBarcode freigegeben. Die Software prüft Barcodes in PDF-Druckvorlagen.

ChkBarcode unterstützt alle gängigen 1D- und 2D-Barcodes und bietet umfangreiche Funktionen zum Vermessen und Auslesen von Barcode-Elementen. Die Ergebnisse der Barcode-Prüfung werden übersichtlich und verständlich in einem PDF-Report festgehalten, eine Ausgabe im XML-Format ist ebenfalls möglich. Die neue Software lässt sich komplett automatisieren und in bestehende Workflowsysteme integrieren, insbesondere bei grossen Datenmengen ein immenser Vorteil. Ausserdem verfügt ChkBarcode über eine graphische Bedienoberfläche, um einzelne Testmuster auch flexibel interaktiv prüfen zu können.

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Problem mit Enfocus PitStop-Inspector
in Adobe Acrobat DC 2017

Es gibt ein Problem mit dem PitStop-Inspector in Acrobat DC 2017. Nach dem Start von Acrobat lassen sich mit dem PitStop-Inspector keine Objekte auswählen.

Dies betrifft auch ältere Versionen von Enfocus PitStop. Die Problemursache scheint daher eine Änderung in Acrobat DC 2017 zu sein. Enfocus sucht zusammen mit Adobe eine Lösung.

Als Work-around wird empfohlen das Fenster Adobe Acrobat DC > Info über Zusatzmodule anderer Hersteller > Über Enfocus PitStop Pro… aufzurufen und wieder zu schliessen. Danach funktioniert die Objektauswahl wie gewohnt … bis zum nächsten Start von Acrobat DC 2017. Dann muss man erneut das besagte Enfocus-Fenster einmal aufrufen!


Konvertierung von Sonderfarben in PDF-Dateien

Bei Impressed gibt es eine Aufzeichnung (37’50”) eines Webinars über Konvertierung von Sonderfarben in PDF-Dateien. Darin werden die Unterschiede zwischen einer Sonderfarben-Konvertierung mit PitStop Server, pdfToolbox Server und ColorLogics Farbserver ZePrA erläutert.

Ausführliche Informationen zu diesem und vielen weiteren Farb-Themen gibt es in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis.


PDF-Export aus InDesign im Vordergrund

Auf dem PublishingBlog habe ich eine gute Anleitung gefunden, wie man den Dateiexport aus InDesign wieder in den Vordergrund bringen kann.

Seit CS5 erfolgt der PDF-Export aus Indesign im Hintergrund und man kann im Vordergrund weiterarbeiten. Manchmal funktioniert das aber nicht richtig und man wünscht sich eine Möglichkeit, diese Funktion in den Vordergrund zu bringen.

Dazu muss man nur eine (leere) Textdatei namens DisableAsyncExports.txt in das Programmverzeichnis legen. Dann finden die Exporte wieder im Vordergrund statt.


Rückblick auf PDF Days Europe 2017
in Berlin

Vom 15.-17. Mai fanden in Berlin wiederum die PDF Days Europe, organisiert von der PDF Association, statt. Die Veranstaltung, die unter dem Namen PDF Technical Conference 2012 in Basel mit weniger als 60 Teilnehmern (mehrheitlich Entwickler) erstmals durchgeführt wurde, konnte in diesem Jahr über 200 Teilnehmer verzeichnen. Neben Herstellervertretern interessieren sich nun auch zunehmend Anwender aus den verschiedensten Bereichen für die Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde zweisprachig (Englisch/Deutsch) durchgeführt.

Im Zentrum stand in diesem Jahr die bevorstehende Veröffentlichung von PDF 2.0 (ISO 32000-2) sowie eine (etwas diffuse) Vorschau auf Next-Generation PDF, mit dem in Zukunft PDFs auch auf mobilen Geräten besser genutzt werden können (sollen). Erst auf dem Hackathon am dritten Tag wurde das Konzept etwas klarer. (Ich werde in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis über die Ergebnisse berichten.)

Von den meisten Vorträgen gibt es Präsentationen und Videoaufzeichungen (benötigt etwas Geduld bis die ganze Seite mit den Video-Vorschaubildern aufgebaut ist). Auch von meiner (englischen) Präsentation über die PDFX-ready Online Tools gibt es ein YouTube-Video.


Kaufversion von Acrobat
nun auch in Version 2017

Nach dem verwirrenden Versionssprung beim letzten Acrobat-Update im April hat Adobe nun auch die Kaufversion von Acrobat in Version 2017 herausgebracht. Es fällt auf, dass die Kaufversion (Dauerlizenz) nun den Zusatz DC verloren hat und nur noch Acrobat 2017 heisst.

Die Anwender der Kaufversion kommen nun also endlich auch in den Genuss von Neuerungen der Abo-Version:

Auf der Seite mit den häufig gestellte Fragen zu Acrobat 2017 findet man eine etwas längere Liste von Neuerungen.  Aber auch dort fehlen etliche Funktionen der Abo-Version wie zum Beispiel die Verbesserungen für Preflight und für Barrierefreiheit. Ich weiss allerdings nicht, ob diese Themen nur in diese Listen nicht aufgenommen wurden oder ob die Kaufversion tatsächlich weiterhin weniger Funktionen aufweist als die Abo-Version…

Acrobat 2017 ist ein kostenpflichtiges Update für Anwender von Acrobat XI und Acrobat DC (Classic).