Folien von Vortrag bei
InDesign User Group in Stuttgart

Am 13. November war ich zu Gast bei der InDesign User Group (IDUG) in Stuttgart. Der Hörsaal in der Hochschule der Medien war rappelvoll:

Und hier ist mein Vortrag:

Download IDUG-Stuttgart_PDF-Workflow-StephanJaeggi.pdf (PDF, 3.8MB)


Qualitätsverschlechterung nach
Farbkonvertierung in Acrobat

Anlässlich der Vorbereitung meines neuen Seminars PDF Color Management in der Praxis habe ich die Bildkompression vor und nach der Farbkonvertierung in den bekanntesten PDF-Tools untersucht.

In Highend-PDF-Dateien für den Qualitätsdruck sind Bilder in der Regel mit maximaler JPEG-Qualität komprimiert. Vor der Farbkonvertierung müssen die Bilder zuerst dekomprimiert und nachher wieder komprimiert werden. Acrobat verwendet dazu immer die mittlere JPEG-Qualität. Dadurch erfolgt eine (unerwartete) Qualitätsverschlechterung der farbkonvertierten Bilder (siehe Tabelle).

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Farbkonvertierung in Acrobat

Neues Seminar PDF Color Management
erfolgreich gestartet

Am 31.8. hatte mein neues Seminar PDF Color Management in der Praxis Première in Olten. Das Seminar stiess auf grosses Interesse. Trotz Wechsel in einen grösseren Seminarraum, musste ich noch eine Warteliste einrichten.

Die Teilnehmer wurden mit vielen Hintergrund-Informationen, Tipps und Tricks rund um das Thema PDF-Farbe versorgt. Die umfangreiche Seminardokumentation (25% mehr als bei bisherigen Seminaren) mit vielen Screenshots hilft, bei der täglichen Arbeit schnell die richtige Funktion zu finden. Neu habe ich auch ein Symbol für “Beste Lösung” in der Dokumentation aufgenommen, damit die Teilnehmer sich noch besser und schneller orientieren können.

Das Seminar wird am 17. Januar 2018 in Olten (Schweiz) nochmals wiederholt. Es gibt bereits eine Online-Anmeldung.

Das Seminar findet noch an weiteren Standorten in Deutschland und Österreich statt. Die Daten findet man wie immer in der Terminübersicht. Im nächsten Jahr wird das Seminar an den meisten Orten nochmals wiederholt.


Neun Gründe für Preflight

Die Ghent Workgroup (GWG) hat ein interessantes Poster veröffentlicht:

Auf der Vorderseite wird die GWG vorgestellt. Auf der Rückseite sind neun Gründe für einen Preflight aufgeführt (erarbeitet von der belgischen VIGC). Jeder Punkt ist mit einem Beispiel illustriert.

Man kann mit dieser Seite überprüfen, wie bestimmte PDF-Definitionen in unterschiedlichen Anzeigeprogrammen (Acrobat/Reader, Apple Vorschau, etc.) und Ausgabegeräten (Drucker, Proofer, Belichter) dargestellt werden.

Ausserdem sollte man das PDF mit einem Preflight-Werkzeug prüfen, um auch die unsichtbaren Probleme zu entdecken. Dazu eigenen sich die Preflight-Profile GWG2012 oder GWG2015 (enthalten in Acrobat DC Pro, Callas pdfToolbox und Enfocus PitStop Pro) und natürlich die Preflight-Profile für Acrobat Pro von PDFX-ready.


Ist die JPEG2000-Kompression
für PDF-Druckvorlagen geeignet?

Für die neuen PDFX-ready-Exporteinstellungen V2.5 für PDF/X-4 CMYK+RGB aus Adobe InDesign haben wir in der Technikgruppe von PDFX-ready untersucht, ob eine Umstellung der Kompressionsmethode vom bisherigen JPEG auf das neuere JPEG2000 sinnvoll wäre.

JPEG2000 verwendet eine komplett andere Kompressionstechnik (diskrete Wavelet-Transformation) als das alte JPEG (diskrete Kosinus-Transformation). Die neue Technologie verspricht generell eine bessere Qualität bei kleineren Dateien. Bei JPEG2000 kann man auch Bilder mit mehr als 8bit pro Farbkanal und mit bis zu 256 Farbkanälen verwenden. Das tönt vielversprechend…

Wir wussten von Tests bei der Ghent Workgroup, dass nicht alle PDF-Viewer (v.a. auf mobilen Geräten) PDFs mit JPEG2000 dekomprimieren können. Bei anderen PDF-Viewern (u.a. Acrobat/Reader) erfolgt der Bildaufbau einiges langsamer.

Aber wir wollten wissen, ob wir JPEG2000-Kompression für Druckvorlagen empfehlen können. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Praxistest mit einem Kalender mit hochauflösenden Bildern in verschiedenen Farbräumen (Device-CMYK, ICC-CMYK, ICC-RGB) durchzuführen. Peter Kleinheider hat die Ausgabe-Tests mit zwei verschiedenen RIPs und ich habe die Export-Tests mit Adobe InDesign CC2017 gemacht.

Beim Vergleich der Ergebnisse haben wir einige Überraschungen erlebt!

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für PDF-Druckvorlagen geeignet?

Problem mit Enfocus PitStop-Inspector
in Adobe Acrobat DC 2017

Es gibt ein Problem mit dem PitStop-Inspector in Acrobat DC 2017. Nach dem Start von Acrobat lassen sich mit dem PitStop-Inspector keine Objekte auswählen.

Dies betrifft auch ältere Versionen von Enfocus PitStop. Die Problemursache scheint daher eine Änderung in Acrobat DC 2017 zu sein. Enfocus sucht zusammen mit Adobe eine Lösung.

Als Work-around wird empfohlen das Fenster Adobe Acrobat DC > Info über Zusatzmodule anderer Hersteller > Über Enfocus PitStop Pro… aufzurufen und wieder zu schliessen. Danach funktioniert die Objektauswahl wie gewohnt … bis zum nächsten Start von Acrobat DC 2017. Dann muss man erneut das besagte Enfocus-Fenster einmal aufrufen!


Grösstes Problem im PDF-Workflow

Das grösste Problem im PDF-Workflow für die Druckproduktion ist sicher das Thema Farbe. Immer wieder kommt es zu Überraschungen im Druckprozess, da die Farben nicht den Erwartungen entsprechen.

Zwar enthalten PDF/X-Dateien zwingend eine Ausgabebedingung, aber oft stimmen die Farbräume der Objekte in einer PDF/X-Datei nicht mit der Ausgabebedingung überein.

Dies kann man sehr gut mit Hilfe des Color Preflight der PDFX-ready Online Tools prüfen.

Da hier häufig Fehler gemacht werden und oft Wissenslücken die Ursache sind, habe ich mich entschlossen, dazu ein spezielles Seminar mit dem Titel PDF Color Management zu erarbeiten. Dieses wird nach den Sommerferien an den üblichen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten. Das erste Seminar findet am 31.8.17 in Olten statt.

   

PDF-Export in InDesign
wieder in den Vordergrund bringen

Die Kollegen vom publishingblog.ch haben einen interessanten Tipp veröffentlicht, wie man den PDF-Export in InDesign wieder in den Vordergrund bringen kann. Dieser findet seit CS5 im Hintergrund statt. Ab und zu gibt es aber Problem mit dem Hintergrund-Export. Dann kann es hilfreich sein, den PDF-Export unter Sichtkontrolle im Vordergrund ablaufen zu lassen.


Leitfaden für GWG 2015 PDF/X Workflow

Die Ghent Workgroup hat einen Leitfaden für den GWG 2015 PDF/X workflow veröffentlicht. Dieser basiert auf dem PDFX-ready Leitfaden.

Es gibt eine holländische und eine englische Übersetzung.

Ausserdem gibt es auch eine holländische und eine englische Beispielseite.

In die Ghent Version des Leitfadens wurde allerdings nur der erste Teil des PDFX-ready Leitfadens übernommen. Wichtige Themen wie der PDF-Preflight und die Ausgabe wurden leider weggelassen.


PDF/X-4 Seminar am 10.5.16 in Olten

Bei Beratungen und Gesprächen mit Anwendern stelle ich immer wieder erstaunt fest, dass viele Betriebe den PDF/X-4 Standard (den es bereits seit 2008 gibt!) immer noch nicht einsetzen. Gleichzeitig beklagen sich viele über Probleme mit transparenzreduzierten Dateien (u.a. «weisse Linien») – sie kommen aber nicht auf die Idee, es einmal mit PDF/X-4 zu versuchen.

Oft hört man: «Wir arbeiten seit über 10 Jahren mit PDF/X-1a resp. PDF/X-3; wieso sollten wir etwas daran ändern?». Diese Anwender haben nicht realisiert, dass sich in den letzten 10 Jahren sowohl die Technologie der PDF-Erzeugung (PDF-Direktexport statt Distiller, Transparenz, Ebenen, etc.) als auch der PDF-Ausgabe (native PDF-RIPs) stark weiterentwickelt hat.

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Adobe Preflight-Signatur abgelaufen

Am 8. Februar um 14:33:51 (CET) ist die Gültigkeit der Adobe Preflight-Signatur abgelaufen. Dies hat zur Folge, dass das Einbetten des Preflight-Prüfberichts nach dem Preflight in Acrobat Pro nicht mehr funktioniert:

Preflight -Pruefbericht Fehler

Nach dem Einbetten der Preflight-Resultate wird das PDF normalerweise mit dieser generischen Unterschrift “versiegelt”. Dadurch kann man sofort erkennen, wenn die Datei nachträglich verändert wurde und daher die Preflight-Resultate ggf. obsolet werden. Man kann dank dieser Unterschrift die Veränderungen sogar wieder rückgängig machen.

Leider gibt Adobe der Preflight-Signatur nur jeweils eine Gültigkeit von 5 Jahren. Daher muss diese meist während der Lebensdauer einer Programmversion ersetzt werden. Beim letzten Mal lief die Signatur am 22.11.2012 ab. Ich erinnere mich noch gut an diesen Tag, denn damals war ich zuständig für den Prepress-Support bei Novartis Pharma und die Problemmeldungen aus der ganzen Welt landeten bei mir. Da das Einbetten des Preflight-Prüfberichts bei Druckvorlagen für Pharma-Verpackungen von Novartis Pflicht ist, musste ich schnell eine Lösung finden. Ich habe dann herausgefunden, dass durch das Ersetzen der abgelaufenden Signatur in Acrobat 9 und 10 durch die neuere Signatur von Acrobat XI das Problem gelöst werden konne (siehe unten).

Adobe hat dann bis Januar 2013 benötigt, um das gleiche zu machen. Dann wurden Updates von Acrobat 9 und X mit der Unterschrift von Acrobat XI veröffentlicht, die noch eine Gültigkeit bis zum 8.2.2016 hatte. Diese Unterschrift wurde dann auch in den ersten Versionen von Acrobat DC mitgeliefert.

Adobe hat (auf mein Drängen) diesmal rechtzeitig reagiert und die Preflight-Signatur erneuert. Die neue Signatur ist in den Januar-Updates von Acrobat DC und im Update 11.0.14 von Acrobat XI enthalten. Anwender dieser Programme müssen also nur das kostenlose Update auf die neuste Version durchführen. Danach funktioniert das Einbetten des Preflight-Prüfberichts wieder. Zumindest bis 6.11.2020. Dann läuft auch diese Signatur wieder aus…

Da es von Adobe keine Updates für Acrobat 9 und X mehr gibt, müssen sich die Anwender dieser Programme selbst behelfen.

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PDFX-ready Leitfaden 2016


Im Rahmen der neuen Version 1.4 des PDF/X-1a-Workflows und Version 2.4 der PDF/X-4-Workflows hat PDFX-ready auch ein kleines Update des Leitfadens durchgeführt.

Der PDFX-ready-Leitfaden 2016 enthält Screenshots der neuen Einstellungen und Profile sowie Hinweise zum Einsatz der neuen ECI-Farbprofile für den Bogenoffsetdruck (Seite 12) und Anpassungen an die Ghent 2015 Spezifikationen (u.a. neue Gesamtauftragswerte auf Seite 39/40). Der neue PDFX-ready-Leitfaden kann man kostenlos herunterladen.


Anwendungshinweise zu PDF/VT

Die PDF Association hat die PDF/VT Application Notes veröffentlicht, die von einer Arbeitsgruppe ihres PDF/VT Competence Centers unter Leitung von Martin Bailey (CTO von Global Graphics) in mehrmonatiger Arbeit zusammengestellt worden sind. Dabei wurden auch Teile der Broschüre Do PDF/VT Right von Global Graphics übernommen.

Das 47-seitige Dokument richtet sich sowohl an Entwickler als auch an Anwender von Systemen zur Erzeugung und Ausgabe von variablen Daten und beschreibt die Vorteile des ISO Standards PDF/VT (VT steht für Variable Daten und Transaktionsdruck) und seine Anwendungen. U.a. gibt es ausführliche Tipps zum Aufbau von effizienten PDF/VT-Dateien, um unnötige Rechenarbeit bei der Ausgabe zu vermeiden.