Gefährliche Bearbeiten-Funktion in Acrobat DC

In Acrobat DC möchte Adobe die Bearbeitung der Texte in gescannten Dokumenten ermöglichen. Dafür wird versucht, Texte, die als Pixel oder sogar Vektoren definiert sind, mittels Texterkennung (OCR) in editierbaren Live-Text umzuwandeln. Wenn Acrobat auf dem Rechner einen geeigneten Font findet, dann klappt das relativ gut. Wenn kein passender Font vorhanden ist, wird ein Ersatzfont zugewiesen oder es wird ein künstlicher Font (ClearScan) erzeugt, der oft nicht so toll aussieht. Interessanterweise unterschieden sich die Ergebnisse auf Mac und Windows. Dieses Beispiel mit vektorisiertem Text sieht nach der Texterkennung mit Einstellung “Verfügbare Systemschriftart verwenden” und ohne Einstellung “Verfügbare Systemschriftart verwenden” unterschiedlich aus.

Die Texterkennung gestartet beim Aufruf der Bearbeiten-Funktion automatisch, wenn keine Textobjekte auf der Seite vorhanden sind. Also auch bei Seiten, die nur Bilder und/oder Vektoren enthalten. Dabei wurden in der ersten Version klammheimlich alle ICC-Profile entfernt. Dieser Fehler ist im Juni-Update von Acrobat DC behoben worden.

Man kann diese Texterkennung rückgängig machen, indem man im Bearbeiten-Fenster in der rechten Seitenleiste unten auf Auf Bild zurücksetzen klickt oder im Menü Bearbeiten > Rückgängig: ClearScan-OCR (BEF+Z) auswählt. Dabei gehen allerdings ev. bereits gemachte Korrekturen verloren. Man sollte die Texterkennung daher am besten sofort rückgängig machen.


2 Gedanken zu “Gefährliche Bearbeiten-Funktion in Acrobat DC

  1. XPS ist nicht tod, denn es ist vor allem ein Printsubsystem für Windows und erlaubt eine fehlerfreie PDF Erstellung. Im Unterschied zu PostScript werden z.B. Schriften immer eingebettet und auch Transparenzen unterstützt. Das Windows 10 einen PDF Drucker anbietet ist sehr zu begrüßen, dann damit wird eine bessere Qualität erzielt, als wir dies von den Ghostscript basierten Open Source und Freewaretools kennen.

    • Hallo Michael

      Wenn Windows gutes PDF (mit eingebetteten Schriften und Live-Transparenz) erzeugen kann, dann braucht es den Umweg über XPS nicht mehr.

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