Anwendungshinweis für Tiefenkompensierung
in PDF 2.0 veröffentlicht

Die PDF Association hat den ersten Anwendungshinweis (Application Note) für PDF 2.0 veröffentlicht. Thema ist die Tiefenkompensierung (Black Point Compensation, BPC).

Mit der Tiefenkompensierung kann die Farbkonvertierung der dunklen Stellen eines Bildes gesteuert werden. Bei eingeschalteter Tiefenkompensierung wird der dunkelste Ton des Quellfarbraums  auf den dunkelsten Ton des Zielfarbraums abgebildet. Dadurch kann eine bessere Tiefenzeichnung erzielt werden:

 

Die Tiefenkompensierung ist leider nicht Bestandteil der vier Rendering Intents (Farbmanagement-Prioritäten) des ICC. Adobe hat deshalb vor vielen Jahren die Tiefenkompensierung in einer eigenen TechNote definiert. Alle relevanten Softwarehersteller haben diese Funktion in der Folge in ihre Produkte eingebaut. Mittlerweile ist die Tiefenkompensierung in ISO 18619:2015 standardisiert.

In PDF 1.x war eine Steuerung der Farbkonvertierung nur mittels der vier Rendering Intents möglich. In PDF 2.x kommt nun ein Schalter für die Tiefenkompensierung dazu. Bei jedem Objekt kann dieser individuell definiert werden. So kann man die Tiefenkompensierung z.B. bei Bildern einschalten und bei kritischen Farben (z.B. Logos) ausschalten.

Noch offen ist, wo dieser Parameter in Zukunft definiert werden kann:

  • Im Bildbearbeitungsprogramm?
  • Im Layoutprogramm?
  • In Acrobat?
  • In Acrobat-Plugins?
  • Mit Hilfe von Preflight-Korrekturen?
  • ???

Die Application Notes der PDF Association soll den Entwicklern die neue Funktionen erläutern und damit sinnvolle Implementierungen fördern. Hoffentlich ist dies erfolgreich… 😉 


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