Barrierefreie PDFs und der
Umfliessen-Modus – ein leidiges Thema

Wer sich mit barrierefreien PDF-Dokumenten beschäftigt, stolpert früher oder später über den Begriff “Umfliessen-Modus“. Dazu heisst es dann auch in diversen Anforderungschecklisten, Ausschreibungen oder Angebotsanforderungen oft, dass der sogenannte “Umfliessen-Modus unterstützt werden muss”.

 

Einer der wahrscheinlich grössten Mythen von barrierefreien PDF-Dokumenten ist der sogenannte Umfliessen-Modus (auch Umfliessen-Anzeige) in Adobe Acrobat (Reader/Standard/Pro), der inzwischen unter anderen Namen in verschiedenen Formen auch in anderen PDF-Anzeigeprogrammen enthalten ist. Dabei handelt es sich um eine alternative Seitendarstellungsform. Der Umfliessen-Modus soll die besonders aus Sicht der Barrierefreiheit grösste Schwäche des PDF-Formates, die unflexible Ansicht der Seitenelemente, beheben. Dabei wird der Inhalt der Seite, ähnlich wie bei einer modernen, responsiven Webseite, dynamisch an die Grösse des Bildschirms angepasst und der Text bricht je nach Darstellung neu um. Ebenso lassen sich auch einige Parameter der Anzeige anpassen, beispielsweise die Schriftgrösse und bestimmte Kontrastmodi.

Der Schein jedoch trügt, leider. Bei dieser Art der Anzeige gibt es nämlich diverse Einschränkungen und Probleme. Eine detaillierte Aufzählung aller Probleme findet man in einem Blog-Beitrag von Klaas Posselt, dem Co-Autor des Praxishandbuches «Barrierefreie PDF-Dokumente erstellen».

Der Umfliessen-Modus ist keine Voraussetzung, sondern eher ein Hindernis für ein barrierefreies PDF.


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