Abstandsprüfung mit Callas pdfToolbox

In pdfToolbox v11 hat Callas eine neue Preflight-Technologie eingeführt, die «Kontextsensitive Objekterkennung». Das Besondere daran ist, dass nicht nur einzelne Objekte untersucht werden («Ist die Auflösung dieses Bildes hoch genug?», «Ist dieser schwarze Text auf Überdrucken eingestellt?»), sondern auch Beziehungen zwischen Objekten geprüft werden.

Dadurch können Fragen beantworten werden wie: «Wird dieses Objekt von anderen Objekten verdeckt?» oder «Kommt dieser Text zu nahe an die Stanzkontur?». Das ist sehr leistungsfähig und ideal, um die meisten falsch positiven Ergebnisse (Dinge, die als Fehler gemeldet werden, obwohl sie eigentlich in Ordnung sind), die Preflight-Engines zu finden pflegen, auszusortieren.

Die pdfToolbox 11 konnte aber nicht ermitteln, ob ein Objekt zu nahe bei einem anderen Objekt liegt. Warum nicht? Weil es zu lange dauern würde!

In pdfToolbox 12 hat Callas einen Näherungstest eingeführt, aber es ist eine Vorsichtsmassnahme eingebaut…

Mehr dazu erfährt man in einem Artikel von David van Driessche im Callas-Blog.

Warum manche Werkzeuge
schlechte PDFs besser verarbeiten?

Martin Bailey macht sich im Blog von Global Graphics einige Gedanken über Konformität, Kompatibilität und die Gründe, warum manche Werkzeuge schlechte  PDFs besser verarbeiten.

Er berichtet über die beinahe 25 Jahre Erfahrung von Global Graphics mit nativen PDF-RIPs (Harlequin). Damals standen die Entwickler vor der Frage, ob sie die PDF-Spezifikation strikt implementieren sollen und damit riskieren, viele PDFs (auch von namhaften Erzeugern) nicht verarbeiten zu können oder ob sie pragmatisch das bestmögliche Resultat auch mit schlecht gebauten PDFs erzielen sollen.