IDUGS#75: Tipps & Tricks zum
PDF/X-Export aus InDesign

An der Jubiläumsfeier der InDesign User Group Stuttgart anlässlich der 75. Veranstaltung habe ich einen Beitrag mit dem Titel Tipps und Tricks zum PDF/X-Export aus InDesign (YouTube, 13’27”) gemacht:

Es geht in erster Linie um ein Problem mit der Kennung der Ausgabebedingung, die bei den mitgelieferten Adobe-Exporteinstellungen für PDF/X-4 immer auf “FOGRA27” gesetzt ist und damit in den meisten Fällen im Widerspruch zum verwendeten ICC-Profil steht. Im Video wird gezeigt, wie man dieses Problem lösen kann und wo man praxisgerechte Exporteinstellungen bekommt.

Erste Vorstellung des PDF-Konzepts
vor 30 Jahren

Auf der Seybold Conference, die vom 1.-4. Oktober 1991 in San Jose (Kalifornien) stattfand, hat der Adobe-Gründer John Warnock zum ersten Mal das Konzept von PDF öffentlich vorgestellt. Ich hatte das Glück, diesem denkwürdigen Anlass beizuwohnen.

Das Projekt wurde intern unter dem Codenamen Camelot gestartet. Damals wurde das neue Datenformat noch Interchange PostScript (IPS) genannt und sollte als Electronic Paper das papierlose Büro ermöglichen.

Ich erinnere mich noch gut, wie Warnock die Titelseite von ComputerWeek auf einem Mac in eine Datei exportierte, diese auf eine Diskette kopierte und dann in einem Programm namens Carousel (der Codename von Acrobat) auf einem Windows-Rechner geöffnet hat. Und die Seite sah auf dem PC dank der eingebetteten Fonts identisch aus wie auf dem Mac. Damals war dies eine Sensation, denn ein plattformübergreifender Datenaustausch von gestalteten Seiten galt als unmöglich.

Austauschfarbraum FOGRA55 (7C)
für erweiterte Farbumfänge
im Mehrfarbendruck

Die Fogra hat im Rahmen des Projekts Professionelle Farbkommunikation für erweiterte Farbumfänge im Mehrfarbendruck wichtige Voraussetzungen für einen vorhersehbaren und professionellen Workflow für den industriellen Mehrfarbendruck abgeleitet. Dazu gehört die Erarbeitung einer Test-Suite, die samt ihrer Dokumentation und Bewertungsmatrix den Vergleich aktueller Anwendungen für die Aufbereitung und die Bearbeitung grafischer Mehrfarbendruck-Objekte vereinfacht. Weiterhin soll eine Mehrfarbendruck-Testtafel anhand der Druckprozess übergreifenden Analyse der typischen Mehrfarbsystemen entwickelt werden.

Letztlich wurde ein Austauschfarbraum für die Retusche und die Separation von Mehrfarbendruck-Objekten (CMYKOGV) entwickelt und soll als Teil eines ISO-Standards eingebracht werden:

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Warum manche Werkzeuge
schlechte PDFs besser verarbeiten?

Martin Bailey macht sich im Blog von Global Graphics einige Gedanken über Konformität, Kompatibilität und die Gründe, warum manche Werkzeuge schlechte  PDFs besser verarbeiten.

Er berichtet über die beinahe 25 Jahre Erfahrung von Global Graphics mit nativen PDF-RIPs (Harlequin). Damals standen die Entwickler vor der Frage, ob sie die PDF-Spezifikation strikt implementieren sollen und damit riskieren, viele PDFs (auch von namhaften Erzeugern) nicht verarbeiten zu können oder ob sie pragmatisch das bestmögliche Resultat auch mit schlecht gebauten PDFs erzielen sollen.