Adobe PDF Print Engine 5
unterstützt PDF 2.0

Adobe hat die Adobe PDF Print Engine 5 angekündigt. Nach dem Harlequin-RIP 12 von Global Graphics unterstützt nun auch die neuste Version des Adobe Software-RIPs die neuen PDF 2.0 Druckfunktionen:

  • Tiefenkompensierung (Black Point Compensation, BPC)
  • Halftone Origin (Definition des Rasterursprungs)
  • Spektrale Definition von Sonderfarben (CxF)
  • Seitenbasierte Ausgabebedingung

Ausserdem ist das Anti-aliasing (glätten) verbessert und beschleunigt worden.

Diverse Hersteller wollen die APPE 5 in ihre Produkte integrieren. Agfa hat dies für den Apogee-Workflow 11 bereits angekündigt.


Agfa kündigt Version 11 des
Apogee-Workflows an

Die elfte Version des PDF-Ausgabeworkflows von Agfa bringt u.a. eine Verbesserung bei der Zusammenstellung von Sammelformen sowie eine neue AutoImpose-Funktion zum automatischen Ausschiessen von Druckjobs. Ausserdem wurde Apogee WebApproval aktualisiert.

Apogee v11 beinhaltet die Adobe PDF Print Engine 5, um Drucker korrekt für die vollständige Kompatibilität mit dem neuen Standard PDF 2.0 vorzubereiten und Designs korrekt auszugeben.

Apogee Version 11 wird ab 22. Oktober 2018 erhältlich sein.


QuarkXPress 2018 mit
integrierter pdfToolbox von Callas

Das soeben erschienene QuarkXPress 2018 verwendet intern die pdfToolbox von Callas Software. In der neuen XPress-Version übernimmt die pdfToolbox (mit der integrierten Adobe PDF Library) nun auch die Konvertierung der PostScript-Ausgabe von XPress in eine PDF-Datei. Dies wurde bisher vom eingebauten PDF Creator von Global Graphics erledigt.

Anwender von QuarkXPress 2018 können mit der pdfToolbox-Technologie eine einzige PDF-Datei erstellen, die sowohl PDF/X-4 als auch PDF/A-2 kompatibel ist. PDF/A ist der ISO-Standard für die Langzeitarchivierung. PDF/X-4 ist der ISO-Standard für den Austausch von druckbaren PDF-Dateien. Darüber hinaus kann der Anwender mit QuarkXPress 2018 die erzeugte PDF-Datei ‘taggen‘, also mit internen Angaben zur inhaltlichen Struktur und korrekten Lesereihenfolge des Inhaltes anreichern. Letzteres ist Voraussetzung, damit PDF-Dateien barrierefrei sind. Das heisst für Anwender, dass sie nur eine PDF-Datei erzeugen und vorhalten müssen, die druckfähig, barrierefrei und gleichzeitig langzeitarchivierbar ist. PDF-basierte Workflows werden damit deutlich einfacher. Dies wird auch in einem YouTube-Video demonstriert.


Axaio Illustrator-Plugins
unterstützen PDF Processing Steps

Axaio hat nun auch ihre Illustrator-Plugins MadeForLayers und MadeToPrint mit Funktionen zur Unterstützung der PDF Processing Steps ausgestattet. Bereits letztes Jahr wurde die Indesign-Plugins um PDF Processing Steps Funktionen erweitert.

Die PDF Processing Steps wurden von der Ghent Workgroup definiert und werden demnächst als ISO-Standard 15993 veröffentlicht. Die PDF Processing Steps ermöglichen eine standardisierte Identifizierung von nicht-druckenen Objekten in Druckvorlagen für Verpackungen (z.B. Stanzkontur, Blindenschrift, Lackflächen, Falzlinien) und erleichtern dadurch die Automatisierung der Produktion.


Ein Quantensprung im Preflight!

In den letzten Versionen der beiden wichtigsten Preflight-Tools (Enfocus PitStop, Callas pdfToolbox) sind neue Technologien eingebaut worden, die es ermöglichen, die Qualität der Preflight-Checks substantiell zu verbessern. Wir haben lange auf solche Funktionen warten müssen!

Bisher haben Preflight-Programme immer nur die Eigenschaften einzelner PDF-Objekte isoliert geprüft. Das klassische Beispiel ist ein schwarzer Text, der nicht als überdruckend definiert ist. Eine entsprechende Prüfung hat auch dann Fehlermeldungen ausgelöst, wenn der schwarze Text nicht auf einem farbigen Hintergrund, sondern dem Papierweiss stand. In diesem Fall spielt es aber keine Rolle, ob der schwarze Text überdruckt oder nicht! Dadurch wurden viele ungerechtfertigte Fehlermeldungen (sogenannte «false positives») generiert, die die Anwender irritiert haben. Oft hat das dazu geführt, dass ernstzunehmende Fehlermeldungen übersehen wurden. Das hat sich u.a. anderem auch bei den Preflight-Profilen der Ghent Workgroup und von PDFX-ready negativ ausgewirkt, da dort viele Überdrucken-Checks durchgeführt werden.

Es wurden bisher auch unsichtbare Objekte geprüft, die durch andere Objekte überlagert wurden oder abmaskiert waren.

Eine Einschränkung der zu prüfenden Objekte war nur mithilfe der Seitengeometrierahmen (z.B. BleedBox, TrimBox) möglich. Eine Einschränkung des Preflights auf eine beliebige Kontur (z.B. Stanzkontur) war nicht möglich.

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