PDF 2.0 minimiert Wildwuchs
des Dokumentenformats

Bei Heise hat Thomas Merz, Geschäftsführer der PDFlib GmbH, einen interessanten Artikel zur Bedeutung von PDF 2.0 veröffentlicht. Darin beschreibt er die Integration von Definitionen aus Unterstandards wie PDF/UA oder PDF/VT in das Basisformat. In einem Kasten werden auch die Funktionen in PDF 2.0 für die Druckindustrie besprochen. Ausserdem geht er auf die Neuerungen bei Verschlüsselung und digitalen Unterschriften ein. Es wird auch aufgelistet, welche PDF-Funktionen als veraltet (Deprecated) erklärt wurden.


PDF Accessibility Checker Version 3.0 (PAC 3)

PAC, der PDF Accessibility Checker, ist ein kostenloses Tool der schweizerischen Stiftung «Zugang für alle» zur Überprüfung der Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten und -Formularen gemäss dem PDF/UA-Standard.

PAC unterstützt Experten und all jene, die barrierefreie PDF-Dokumente erstellen wollen oder müssen. PAC 3, die neue Version des Checker, steht hier zum Download bereit. Es gibt auch einen Überblick über die Benutzeroberfläche.

Es gibt nun neben der englischen auch eine deutsche Version. Leider gibt es aber immer noch keine Mac-Version.


Acrobat 2018 Update
mit Fehlerbehebungen für die Druckproduktion

Adobe hat ein nicht geplantes Update für Acrobat 2018 auf Version 18.009.200.50 veröffentlicht.

Es enthält u.a. die Behebungen für zwei Fehler aus der Druckproduktion:

  • Acrobat-Absturz beim Betrachten von PDFs in der Ausgabevorschau mit eingeschalteter Überdrucken-Simulation.
  • Acrobat-Absturz/-Hänger bei der Konvertierung von Schmuckfarben (Spot) zu CMYK.

Obwohl ich diese Funktionen oft verwende, hatte ich keine Probleme mit diesen beiden Funktionen festgestellt. Da die Konvertierung von Schmuckfarben zu CMYK ein festes Thema in meinem Seminar PDF Colormanagement in der Praxis ist, wäre mir ein solches Problem sicher aufgefallen. Es wurden mir auch keine derartigen Probleme von Seminarteilnehmern oder Lesern von PDF-AKTUELL gemeldet.

Dieser Update behebt auch ein Problem mit Enfocus PitStop Pro.

(Die Anwender der Kauf-Version gehen übrigens leer aus…)


Enfocus Connect 2017 verfügbar

Enfocus hat Version 2017 von Enfocus Connect freigegeben. Enfocus Connect ermöglicht es Anwendern zuverlässig und qualitativ hochwertige PDF-Dateien zu erzeugen sowie diese einfach und komfortabel an externe Empfänger (z.B. einen Dienstleister) zu übertragen. Dabei lassen sich gleichzeitig auftrags- oder kundenbezogene Informationen mitsenden.

Zu den Neuerungen in Enfocus Connect 2017 zählen:

  • Zusammenarbeit mit Switch 2017.x
  • Connect 2017 beinhaltet die neueste PitStop 2017 Preflight-Engine.
  • Verbesserungen beim Job-Ticketing.
  • Verbesserungen beim Upgraden von abgelaufenen Connectoren.

Die Connectoren für die PDFX-ready Online Tools habe ich mit Enfocus Connect gemacht.


MadeToPrint & MadeForLayers
unterstützen Processing Steps

Die neusten Versionen der beiden Axaio-Plug-ins für InDesign MadeToPrint und MadeForLayers ermöglichen die Definition und den PDF-Export von Ebenen mit Processing Steps Metadaten:

Die PDF Processing Steps wurden von der Ghent Workgroup definiert und werden demnächst als ISO-Standard 15993 veröffentlicht. Die PDF Processing Steps ermöglichen eine standardisierte Identifizierung von nicht-druckenen Objekten in Druckvorlagen für Verpackungen (z.B. Stanzkontur, Blindenschrift, Lackflächen, Falzlinien) und erleichtern dadurch die Automatisierung der Produktion.


Acrobat DC 2018 mit PDF 2.0

Nachdem im April bei Acrobat DC ein Versionssprung von 2015 auf 2017 erfolgt ist, kommt nun nach einem halben Jahr bereits das Update auf Version 2018. Allerdings nur für die Mietversion (Continuous Track). Die Kaufversion (Classic Track) bleibt auf Version 2017:

(Das Update kann auch über das Acrobat-Menü Hilfe > Nach Updates suchen… installiert werden.)

Bei vielen Anwendern ist das Update vermutlich automatisch installiert worden, da die entsprechende Voreinstellung in den Präferenzen seit kurzem automatisch aktiviert ist.

Trotz den unterschiedlichen Versionsnummern sind alle neuen Funktionen dieses Updates in beiden Versionen verfügbar!

Die neuen Acrobat-Versionen unterstützen PDF 2.0. Dateien mit PDF 2.0 werden nun ohne Warnung geöffnet. Sie können auch als PDF 2.0 abgespeichert werden. Allerdings fehlt im Acrobat Preflight die PDF 2.0 Unterstützung (noch). Da Callas diese in der neusten pdfToolbox 9.4 bereits eingebaut hat, dürften diese Funktionen aber bald auch in zukünftigen Acrobat-Update nachgeliefert werden.

Ob und welche der neuen Funktionen von PDF 2.0 in den neusten Acrobat-Versionen unterstützt werden, sagt Adobe allerdings nicht!!!

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PDiff 2.0: PDF-Textvergleich mit neuen Funktionen

Die neue Version 2.0 des textbasierten PDF-Vergleichs PDiff aus dem Hause CSci bringt erweiterten Leistungsumfang und mehr Bedienkomfort.

PDiff 2.0 verfügt über ein neues zusätzliches Format für PDF-Reports, das eine seitenweise Gegenüberstellung der beiden Eingabedokumente mit hervorgehobenen Unterschieden zeigt. Darüber hinaus enthält der Report PDF-Kommentare zur schnellen Navigation zu den Unterschieden und stellt die vom Benutzer definierten Erläuterungen und OK-Markierungen dar:

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Verbesserungen bei barrierefreien PDFs
aus InDesign 2018

Im InDesign-Update auf Version 13.0 (2018) vom Oktober 2017 gibt es einige Verbesserungen beim Export von barrierefreien PDFs:

  • Alternativer Text für Grafiken und InDesign-Objekte
  • Tagging auf Gruppenebene
  • Unterstützung für Fussnoten
  • Tagging verankerter Textrahmen und verankerter Gruppen
  • Tagging von Musterseiten
  • Index-Tagging
  • Tag-Listensprache
  • Listen-Tagging
  • Beschriftungs-Tag
  • Inhaltsverzeichnis-Tagging-Struktur

Callas pdfToolbox 9.4 mit PDF 2.0

Callas hat die Version 9.4 der pdfToolbox veröffentlicht. Das Update unterstützt den neuen ISO-Standard 32000-2 (PDF 2.0). Ausserdem gibt es neu eine Funktion zum Vergleichen von zwei Profilen:

Diese Vergleichsfunktion wird mir bei der Weiterentwicklung der dreissig PDFX-ready Preflightprofile sicher eine grosse Hilfe sein.

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Ende des Supports für Acrobat/Reader XI

Am 15. Oktober 2017 hat Adobe den Support für Adobe Acrobat XI und Adobe Reader XI eingestellt. Adobe unterstützt Programmversionen jeweils während fünf Jahren.

Das bedeutet, dass Adobe keine technische Unterstützung für diese Programmversionen mehr anbietet und es dafür auch keine Updates (inkl. Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates) mehr geben wird.

Die Software darf aber weiterhin genutzt werden!

Gemäss meiner Umfrage im letzten Jahr ist Acrobat XI die von meinen Lesern am meisten genutzte Acrobat-Version. Dies wird auch durch das Feedback der Teilnehmer meiner Seminare bestätigt.


ZePrA 6 von ColorLogic mit Anbindung an PantoneLIVE

Die Version 6 des ColorLogic-Colorservers bietet eine Anbindung an PantoneLIVE und ermöglicht damit, auf spektrale Definitionen von Sonderfarben online zuzugereifen.

Ausserdem gibt es weitere Verbesserungen bei der Iteration von Sonderfarben-Konvertierungen sowie eine verbesserte Verwaltung von Sonderfarben-Bibliotheken. Daneben gibts es Verbesserungen im Umgang mit Warteschlangen und Konfigurationen.

In der Online-Hilfe von ZePrA sind die Neuerungen ausführlich beschrieben.

In meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis setze ich die neue Version bereits ein.


Acrobat August 2017 Update erschienen

Adobe hat geplante Updates für Acrobat DC und Acrobat 2017 veröffentlicht. Es gibt wieder zwei unterschiedliche Updater:

Das Update kann auch über das Acrobat-Menü Hilfe > Nach Updates suchen… installiert werden.

Von den neuen Funktionen sind einige wiederum nur in der Abo-Version verfügbar. Allerdings gibt es m.E. keine interessanten Neuerungen für Anwender in der Druckproduktion in diesem Update.

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PDF 2.0 (ISO-Standard 32000-2)
ist (endlich) veröffentlicht!

Nach 9 Jahren (harter) Arbeit hat die ISO PDF 2.0 als ISO Standard 32000-2:2017 veröffentlicht. Es ist dies die erste PDF-Spezifikation, die komplett durch die ISO-Arbeitgruppe, bestehend aus über dreissig PDF-Experten aus der ganzen Welt, erarbeitet wurde. ISO 32000-1:2008 war im wesentlichen ein Übernahme von PDF 1.7 von Adobe. PDF 2.0 ist eher eine Evolution als eine Revolution. Es wurde grossen Wert auf Kompatibilität zu älteren PDF-Versionen gelegt.

Sieben Kapitel der 971 Seiten umfassenden Spezifikation wurden komplett neu geschrieben (z.B. Transparenz, Tagged PDF). Es ging dabei nicht darum, neue Funktionen einzuführen, sondern um Unklarheiten und Fehler aus älteren Spezifikationen zu beseitigen.

Neben anderen neuen Funktionen gibt es auch einige Neuerungen für digitale Druckvorlagen:

  • Parameter zum Aktivieren der Tiefenkompensierung (Black-Point Compensation) auf Objektbasis. Damit können voraussagbare Farbkonvertierungen definiert werden.
  • Ausgabebedingung pro Seite (optional). Z.B. Coated für die Umschlag-Seiten und Uncoated für die Inhalts-Seiten in der gleichen PDF-Datei.
  • Verwendung von spektralen Daten für Sonderfarben (mit CxF/X-4).
  • Definition der Farbreihenfolge im Druck (z.B. für Bogenoffset).
  • Erweiterte Rasterfunktionen (Ursprung, Punktform).

Da die meisten dieser neuen Funktionen den Bereich Farbe betreffen, ist PDF 2.0 auch ein Thema in meinem neuen Seminar PDF Color Management in der Praxis.


Alwan ColorHub Version 6 ist verfügbar

Der französische Color Management Spezialist Alwan hat die Version 6 seines Farbservers ColorHub freigegeben. Die neue Version bringt u.a. folgende neue Funktionen:

  • Datei-Vergleichsfunktion (Original vs. konvertierte Datei)
  • Kontrolle des Schwarz-Anteils
  • DeltaE-Anzeige bei Sonderfarben-Konvertierung
  • Email-Benachrichtigung, wenn ein Eingangsordner nicht verfügbar ist
  • Adobe PDF Library APDFL15.0.4PlusP2b
  • Support für die Ghent PDF Output Suite 5.0
  • Verbesserte Farbkonvertierung bei CMYK-Anteilen von als DeviceN definierten Objekten
  • Optimierte Farb-Bibliothek

Problem mit Enfocus PitStop-Inspector
in Adobe Acrobat DC 2017

Es gibt ein Problem mit dem PitStop-Inspector in Acrobat DC 2017. Nach dem Start von Acrobat lassen sich mit dem PitStop-Inspector keine Objekte auswählen.

Dies betrifft auch ältere Versionen von Enfocus PitStop. Die Problemursache scheint daher eine Änderung in Acrobat DC 2017 zu sein. Enfocus sucht zusammen mit Adobe eine Lösung.

Als Work-around wird empfohlen das Fenster Adobe Acrobat DC > Info über Zusatzmodule anderer Hersteller > Über Enfocus PitStop Pro… aufzurufen und wieder zu schliessen. Danach funktioniert die Objektauswahl wie gewohnt … bis zum nächsten Start von Acrobat DC 2017. Dann muss man erneut das besagte Enfocus-Fenster einmal aufrufen!

UPDATE: Das Problem wurde von Adobe im November-Update von Acrobat behoben.